Hygieneplan Corona VHS Calenberger Land

VORBEMERKUNG

Der vorliegende Hygieneplan Corona der Volkshochschule Calenberger Land orientiert sich am "Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan für Schulen" und gilt, solange die Pandemie-Situation im Land besteht.

Alle Beschäftigten der VHS, die Teilnehmenden sowie alle weiteren Besucher der Volkshochschule (VHS) sind darüber hinaus angehalten, sorgfältig die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden zu beachten.

Über die Hygienemaßnahmen sind die Mitarbeitenden und die Teilnehmenden in geeigneter Weise zu unterrichten.

 

INHALT

1. Persönliche Hygiene

2. Raumhygiene

3. Hygiene im Sanitärbereich

4. Infektionsschutz in den Pausen

5. Infektionsschutz in Koch - und Bewegungskursen

6. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

7. Wegeführung

8. Konferenzen und Versammlungen

9. Meldepflicht

 

1. PERSÖNLICHE HYGIENE

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich.

Wichtigste Maßnahmen

· Bei Krankheitszeichen (z. B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- / Geruchssinn, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) auf jeden Fall zu Hause bleiben.

· Mindestens 1,50 m Abstand zu Personen halten.

· Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute nicht berühren, d. h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.

· Keine Berührungen, Umarmungen, Bussi-Bussi, und kein Händeschütteln.

· Gegenstände wie z. B. Trinkbecher, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.

· Den Kontakt mit häufig genutzten Flächen wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst minimieren, z. B. nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.

· Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Taschentuch gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.

· Gründliche Händehygiene

· Händewaschen mit Seife für 20 - 30 Sekunden, auch kaltes Wasser ist ausreichend, entscheidend ist der Einsatz von Seife (siehe auch www.infektionsschutz.de/haendewaschen/), z. B. nach Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach dem erstmaligen Betreten des Gebäudes; vor dem Essen; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen eines Mund-Nasen-Schutzes, nach dem Toiletten-Gang. Damit die Haut durch das häufige Waschen nicht austrocknet, sollten die Hände regelmäßig eingecremt werden. Die Handcreme ist für den Eigengebrauch von zu Hause mitzubringen.

Das Desinfizieren der Hände ist nur dann sinnvoll, wenn

• ein Händewaschen nicht möglich ist,

• nach Kontakt mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem.

Zu diesem Zweck hält die Volkshochschule an jeder Geschäftsstelle - in der Regel im Eingangsbereich - einen Behälter mit Desinfektionsmitteln vor.

Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände eingerieben wer-den. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de).

Achtung! Händedesinfektionsmittel enthalten Alkohol und dürfen nicht zur Desinfektion von Flächen verwendet werden. Explosionsgefahr!

Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine textile Barriere (Mund-Nasen-Bedeckung/MNB/Behelfsmasken) sollten in den Pausen getragen werden. Diese sind selbst mitzubringen und werden nicht vom Schulträger gestellt. Im Unterricht ist das Tragen von Masken nicht erforderlich, da der Sicherheitsabstand gewährleistet ist.

Mit einem MNS oder einer textilen Barriere können Tröpfchen, die man z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Dies darf aber nicht dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird.

Trotz MNS oder MNB sind die gängigen Hygienevorschriften zwingend weiterhin einzuhalten.

Weitere Hinweise siehe www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

• Das prophylaktische Tragen von Infektionsschutzhandschuhen wird nicht empfohlen.

 

2. RAUMHYGIENE: UNTERRICHTSRÄUME, AUFENTHALTSRÄUME, VERWALTUNGSRÄUME, BÜROS UND FLURE

Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss im VHS-Betrieb ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Unterrichtsräumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger Teilnehmende pro Unterrichtsraum zugelassen sind als im Normalbetrieb. (Abhängig von der Größe der Räume.) hierzu legen die Geschäftsstellen einen Plan vor, in dem die Größe der Räume und die maximale Personenzahl als Belegung verzeichnet ist.

Darauf basierend identifizieren die Programmbereichsleitungen die Kurse, mit welchen der Betrieb der Volkshochschule Schritt für Schritt wieder beginnt. Dies geschieht dann in enger Absprache mit den betreffenden Dozentinnen und Dozenten.

Die Teilnehmenden sollen möglichst eine feste Sitzordnung einhalten, die dokumentiert ist. Diese Dokumentation muss dem Gesundheitsamt zur Fallnachverfolgung auf Verlangen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden können.

Partner- und Gruppenarbeit dürfen nur unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen.

Die Unterrichtsräume sollen - wenn irgend möglich - nur von einer Gruppe pro Tag benutzt werden, damit eine gründliche Reinigung möglich ist. Wenn unterschiedliche Gruppen Räume nutzen, ist dafür Sorge zu tragen, dass vor jeder neuen Nutzung eine Reinigung durchgeführt werden kann.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft aus- getauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens alle 45 Minuten, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung geöffnet werden. Können aufgrund baulicher Maßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist er für den Unterricht nicht geeignet.

Reinigung

Die DIN 77400 (Reinigungsdienstleitungen Schulgebäude - Anforderungen an die Reinigung) ist zu beachten. Sie definiert Grundsätze für eine hygienische Reinigung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen hinsichtlich Technik und Methoden der Gebäudereinigung und rechtlicher Anforderungen durch das Infektionsschutzgesetz.

Ergänzend dazu gilt:

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

In der VHS steht die Reinigung von Oberflächen im Vordergrund. Dies gilt auch für Oberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden, da auch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in Volkshochschulen auch in der jetzigen COVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die ansonsten übliche Reinigung völlig ausreichend. Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wisch- desinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d. h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung).

Folgende Areale der genutzten Räume der Volkshochschule sollten mit den üblichen Reinigungsmitteln (Detergenzien) besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen täglich gereinigt werden:

Dies sind zum Beispiel:

• Türklinken und Griffe (z. B. an Schubladen- und Fenstergriffe) sowie der Umgriff der Türen

• Treppen- & Handläufe

• Lichtschalter

• Tische, Telefone, Kopierer

• und alle sonstigen Griffbereiche.

Computermäuse und Tastatur sind von den Benutzern nach der Benutzung selbst mit geeigneten Reinigungsmitteln zu reinigen.

Die Müllbehälter sind täglich zu leeren.

 

3. HYGIENE IM SANITÄRBEREICH

In allen Toilettenräumen müssen ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt werden. Abfallbehälter für Einmalhandtücher sind vorzuhalten.

Die Toiletten sind regelmäßig auf Funktions- und Hygienemängel zu prüfen.

Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem ist nach Entfernung der Kontamination mit einem Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen. Wickelauflagen sind unmittelbar nach Nutzung zu desinfizieren.

 

4. INFEKTIONSSCHUTZ IN DEN PAUSEN

Auch in den Pausen und unmittelbar vor Unterrichtsbeginn bzw. unmittelbar nach Unterrichtschluss muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Versetzte Pausenzeiten können vermeiden, dass zu viele Teilnehmende zeitgleich die Sanitärräume aufsuchen.

Abstand halten gilt überall, z. B. auch in der Verwaltung oder in der Teeküche.

Die Cafeteria und ähnliche Einrichtungen der Volkshochschule sind für die Dauer der Pandemie geschlossen.

 

5. INFEKTIONSSCHUTZ IN KOCH- UND BEWEGUNGSKURSEN

Koch- und Sportkurse können vorläufig aus Gründen des Infektionsschutzes nicht stattfinden, da zzt. keine Regelungen vorliegen, die den Infektionsschutz gewährleisten. Bewegungskurse werden in deutlich eingeschränkter Anzahl durchgeführt: Es bedarf ca. 8 Quadratmeter Platz pro Teilnehmender/Teilnehmenden, welche ihre eigene Ausrüstung (zum Beispiel Matten) mitbringen.

 

6. PERSONEN MIT EINEM HÖHEREN RISIKO FÜR EINEN SCHWEREN COVID-19- KRANKHEITSVERLAUF

Da viele der Dozentinnen und Dozenten sowie der Teilnehmenden an Volkshochschulkursen zu Personengruppen mit dem Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf gehören, stehen Volkshochschulen in Bezug auf die Einhaltung der Regelungen in einer besonderen Verantwortung. (siehe Hinweise des Robert Koch-Instituts www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html).

 

7. WEGEFÜHRUNG

Die Volkshochschule entwickelt ein Wegführungskonzept, das bedeutet, es gibt Aufkleber und Hinweisschilder sowohl am Boden, um gewisse Abstandsbegrenzungen zu markieren, als auch an Türen und Wänden, um zum einen auf die besondere Situation hinzuweisen und zum anderen Regeln zu verdeutlichen.

Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Teilnehmenden gleichzeitig über die Gänge zu den Räumen und Pausenorten gelangen. Die Geschäftsstellen sind aufgefordert, ein jeweils den spezifischen räumlichen Gegebenheiten angepasstes Konzept zur Wegeführung zu entwickeln. Für räumliche Trennungen kann dies z. B. durch Abstandsmarkierungen auf dem Boden oder den Wänden erfolgen. Eine zeitliche Trennung ist z. B. durch gestaffelte Pausenzeiten bzw. Anfangs- und Schlusszeiten möglich.

 

8. KONFERENZEN UND VERSAMMLUNGEN

Besprechungen und Konferenzen müssen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten. Video- oder Telefonkonferenzen sind zu bevorzugen.


9. MELDEPFLICHT

Das Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus ist der Geschäftsführung von den Erkrankten bzw. deren Sorgeberechtigten mitzuteilen. Das gilt auch für das gesamte Personal der Volkshochschule.

Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i. V. m. § 8 und § 36 des Infektionsschutzgesetzes ist sowohl der begründete Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19 Fällen in Volkshochschulen dem Gesundheitsamt zu melden.

Kersten Prasuhn, 13.05.2020