Titelgeschichten Archiv

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Volkshochschule? Na klar!

Wenn Sie regelmäßig Kurse bei Ihrer Volkshochschule buchen, werden Sie das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin tun. Die VHS gehört zu Ihrem Alltag, sie hilft Ihnen, gesünder, klüger, geschickter oder geselliger zu bleiben oder zu werden.

Sie werfen einen Blick in das Programm, rufen uns an und schauen vielleicht ab und zu auf unserer Homepage oder in der Geschäftsstelle vorbei. So wie jetzt. Das ist schön. Machen Sie bitte weiter so!

Viel schwerer haben es Volkshochschulen, in Kontakt mit Menschen zu kommen, die den Begriff „VHS“ zwar kennen, aber eben noch nie bei einem Kurs dabei waren. Ihnen würde ich gerne einmal die ganze Vielfalt unseres Programms empfehlen, denn da gibt es bestimmt Kurse, die…

Aber meistens lesen die „Erwäger“ - so nennt die Wissenschaft diese Zielgruppe - gar nicht bis dahin.

Für alle, die es jetzt bis hierher geschafft haben: Unser Frühjahrsprogramm ist da! Und ab dem 05. Februar läuft das neue Semester.

Herzlich willkommen in Ihrer VHS!


In Ordnung 

Ich bin noch dabei, die Grüße und Wünsche zum neuen Jahr ein wenig zu ordnen. Es sind viele digitale Botschaften, aber auch einige Karten. Bei den Digitalen dominieren lustige Motive, welche zum Teil als Video daherkommen. Es gibt besinnliche Äußerungen und gute Vorsätze. Mir kommen Grüße und Wünsche in den Sinn, welche gar nicht dabei sind. Weil sie von Menschen stammen könnten, die mir lange geschrieben haben, die es jetzt aber nicht mehr können oder wollen. Es wird eine Weile dauern, bis ich Ordnung in den Jahreswechsel gebracht habe, aber im Zweifel habe ich dafür ja noch etwas Zeit.

Sollten Sie vor ähnlichen Herausforderungen stehen, hilft Ihnen Ihre Volkshochschule gerne weiter: Wir haben Sprachkurse, falls Sie jemanden aus dem Ausland grüßen und keine digitale Übersetzung nutzen möchten. Die Kollegin Winkler bietet im Progranmbereich "Digitale Bildung" Kurse an, mit denen Sie diverse digitale Features beherrschen lernen – auch die sozialen Netzwerke. Und natürlich gibt es Kurse zum Thema Kommunikation, Achtsamkeit und Organisation – damit Sie den richtigen Menschen zur passenden Zeit schreiben. Alles das jetzt in unserem neuen Programm.


Herbstspaziergang

Einsamer Waldweg. Unmittelbar nach einer Kurve kommt mir ein Hund entgegen. Nicht angeleint. Der Besitzer des Tieres trottet hinterdrein. Der Hund ist etwa doppelt so groß wie er. Als er (also der Hund) meiner ansichtig wird, verharrt er. Fällt in dieselbe Starre, mit der zum Beispiel Personenspürhunde ihren Fund anzeigen. Auch ich halte inne. Hinter seiner felligen Stirn denkt der Hund folgendes: „So, mein Lieber, komm jetzt noch einen einzigen Schritt auf mich zu, dann ist das genau die Distanz um dich im Sprung zu erreichen. Und dann werden wir jede Menge Spaß miteinander haben. Ich will übrigens nur spielen, das siehst du bestimmt schon an meinen riesigen Fangzähnen und dem Geifer, der mir aus dem Maul tropft. Solltest du von meinem Herrchen Hilfe erwarten, vergiss es einfach!“

Der Hund gibt einen Laut von sich, der zwischen Knurren und freudiger Erwartung liegt.

„So ist es brav“, lobt Herrchen. Ganz entspannt klickt die Leine ins Halsband. Der Hund bewegt sich wieder. „Danke schön“, sage ich. „Schönen Tag noch“, antwortet Herrchen.

Manchmal sind die Dinge nicht ganz so, wie sie scheinen. Wir haben viele Kurse zum Thema „Wald“, „Tiere verstehen“ sowie „Kommunikation“ im Programm unserer Volkshochschule. Und alles, was jetzt schon gelaufen ist - gibt es im nächsten Jahr wieder.


Herbstferien

Es ist Herbst geworden. Haben wir alle gar nicht gemerkt. Weil es eben vor Kurzem noch so warm war. Der eine oder die andere ist wetterfühlig und kann den Wechsel nicht so gut ab. Manchmal hilft es, eine Pause zu machen, anzuhalten und durch zu schnaufen. Wenn jemand was will: Einfach ignorieren. Jetzt ist mal Pause. Dafür sind zum Beispiel die Herbstferien da.

Neulich habe ich beim Spazierengehen auch so eine Pause eingelegt. Einfach angehalten und auf eine Bank gesetzt. Nach einiger Zeit landete ein relativ großes Insekt auf meinem Knie. Das Teil sah exotisch aus. Als ich es verscheuchen wollte, hat es wohl gedacht: Jetzt ist mal Pause. Nach einiger Zeit ging’s dann wieder. Das Tier ist weggeflogen und ich bin aufgestanden. Ich wollte rechtzeitig in meinem Volkshochschul-Kurs zum Thema „Permakultur“ sein. Der findet in den Herbstferien statt. Sachen gibt´s…


Lecker!

Manchmal schmeckt der Wein, der im Urlaub hervorragend mundete, zu Hause eher unterdurchschnittlich. Menschen, die beim ersten Treffen eloquent und witzig sind, entpuppen sich im Laufe der Zeit als ziemlich nervig. 

Ich habe vor einigen Jahren mit einem bestimmten Lehrbuch gearbeitet. Der Inhalt war inspirierend, gut sortiert und praxisnah. Nun konnte ich auf einer Tagung den Verfasser kennenlernen. Ich fand ihn: Inspirierend, gut sortiert und praxisnah. Obendrein noch locker und humorvoll. 

Manchmal schmeckt das Essen, was im Urlaub köstlich war, zuhause genauso gut. 

Und der VHS Kurs, der im letzten Frühjahr soviel Spaß gemacht hat, ist in diesem Herbst auch toll. 


Semesterstart

Unser Semester startet am 04.09.: Ausprobieren

Natürlich ist es gut, wenn Sie jahrelang den gleichen Kurs buchen. Dabei vertiefen Sie Ihr Wissen. Bei Sprachkursen z.B. steigern Sie sich über die unterschiedlichen Sprachstufen bis hin zu flüssiger Kommunikation.

Vielleicht haben Sie auch ein klar umrissenes Ziel: Sie möchten am Ende Ihres Kurses mit Outlook umgehen können. Sie buchen Ihren Kurs und erreichen dieses Ziel. Möglicherweise folgen Sie einer bestimmten Dozentin oder einem Dozenten oder Sie fühlen sich in einer Gruppe wohl.

Es geht aber auch anders. Probieren Sie etwas aus. Volkshochschule lädt ein, zu vergleichsweise günstigen Konditionen Neues zu testen und ein bisschen zu experimentieren. Sie können bei uns Themen entdecken, die innovativ sind, weil es sie so vor einem Jahr noch gar nicht gab (unsere KI-Kurse z.B., die wir in Kooperation mit zwei anderen Volkshochschulen anbieten).

Was Sie auch auswählen: Es ist immer Ihre VHS. Viel Spaß beim Experimentieren!


Junges Mädchen in den Ferien

Ich sitze vor der Tür eines Dönerladens, knabbere an meinem Mittagessen und schaue die Straße hinab. Da spaziert ein junges Mädchen des Weges. Das ist an sich nichts Besonderes. Aufsehen erregend ist, was sie dabei tut. Wo ist das obligatorische Smartphone, auf das sie konzentriert starrt? Sie hat kein Smartphone in der Hand. Kann eigentlich nicht sein, ich schaue noch mal genau hin. Jetzt rutscht mir fast die Dönertasche vom Tisch. Sie hält in den Händen kein Smartphone, sie umfasst ein Buch. Ich möchte das hier noch einmal wiederholen, auch wenn es niemand glauben wird: Sie liest, während sie auf mich zukommt. In den Ferien! Ich bin beeindruckt. Das letzte Mal, dass ich jemanden auf der Straße in ein Buch vertieft gesehen habe, war während der Studentenunruhen in Paris Ende der sechziger Jahre. 

Junges Mädchen. Liest. Ein Buch. Beim Gehen. Irre! Sie ist in ihre Lektüre vertieft. Ich verzichte darauf, ihr meine Begeisterung mitzuteilen. Vielleicht liest sie irgendwann diesen Text. Möglicherweise überlegt sie gerade, welcher VHS-Kurs für Jugendliche interessant sein könnte. Wer Anno 2023 während der Sommerferien die Nase in ein Buch steckt, der ist alles zuzutrauen!


Willkommen im Club

Neulich hatte ich Geburtstag. 60 Jahre. „Warte erstmal, bis du 80 wirst“, kommentierte mein Vater. Groß gefeiert habe ich nicht. Ich bin nicht so der Geburtstagstyp. Über Gratulation, Anrufe, digitale Grüße und einige Postkarten habe ich mich trotzdem gefreut. Es waren mehr als üblich. Ich habe mir vorgenommen, diese Kontakte künftig sorgfältiger zu pflegen. Familie, Freunde, aber eben auch Bekannte, die ich längere Zeit nicht gesehen habe. Wie lange ist das her? Wie die Zeit vergeht… Irgendwann bekommt man keine Grüße mehr, weil niemand da ist, der sie schreiben könnte oder man selbst als Adressat ausfällt. Solche Gedanken habe ich mir gemacht. „Willkommen im Club“, mailte eine Ex-Kollegin. Wollte ich je in diesen Club? Mit 30 bestimmt nicht. Jetzt bin ich ganz froh, dass ich drin bin. Mangels Alternative vielleicht. „Ich bin ganz sicher, dass das Leben auch für über 60jährige noch ganz viel Spannendes und Tolles bereit hält“ schreibt eine Bekannte. „Was genau?“ tippe ich zurück. Warte noch auf eine Antwort.

Eine Tasse Kaffee früh morgens bevor der Ort erwacht und in die die ersten Sonnenstrahlen blinzeln. Das hätte mich früher nicht so erfreut. Volkshochschulkurse stehen Menschen jeden Alters offen. Mit Jüngeren sprechen – sich mit Älteren auseinandersetzen. Auch darauf freue ich mich!


Listen

Unser neues Programmheft ist in Vorbereitung. Da muss so manche to-do-Liste abgearbeitet werden. Was heute wichtig ist, wird morgen nicht mehr sein als ein Stück Vergangenheit. Egal: Wer oder was es auf eine Liste geschafft hat, wird bearbeitet. In der Volkshochschule an einem Schrank im Büro des Hausmeisters hängt auch so eine Liste. Sie verzeichnet das Entnahmedatum von Kaffee, Milch und Keksen. Begonnen wurde sie im Januar 2016. Letztes Datum ist der 4. Juli 2016. Ist also seitdem in der Volkshochschule kein Kaffee gebrüht, kein Keks mehr verzehrt worden? Es ist einfach nichts mehr in der Liste verzeichnet worden, die Abrechnung geschieht jetzt anders. Aber die Liste hängt tapfer an ihrem Platz. Ich denke, dass es viele Listen gibt, die sich irgendwo befinden und keinen praktischen Wert mehr haben. Sie bewahren die Erinnerung an Namen, Zahlen und den Willen zur Ordnung.

Da hängt eine Liste. Bitte tragen Sie sich ein. Wie Listen heute gehen (z.B. Excel) erfahren Sie übrigens auch hier – in Ihrer Volkshochschule.

 


Frühjahrsputz

„Zeit mal wieder auszumisten!“ Jule steht vor Metern von Buchrücken im Wohnzimmer und greift wahllos zu. Entschlossen wischt sie über den oberen Rand des Buches. Eine feine Staubschicht löst sich in ihre Bestandteile auf. Sie muss niesen.

Die Titelseite zeigt den Autor an der Schreibmaschine. Chlodwig Poth. Kinnlanges Haar, Vollbart, azurblauer Strickpullover. Erste Erinnerungsfetzen schreiben ein Lächeln auf ihre Lippen. Sie schlägt den Buchdeckel um und sucht nach dem Kaufdatum. August 1985.

Ein letzter Sommer mit Carl auf der kratzigen Decke am See. Er las in kühler Abendluft aus dem Liebesroman. Von der mühevollen Suche des Helden und seiner Liebsten, den Gipfel ihres Liebesaktes gemeinsam exakt in dem Augenblick zu erleben, wenn auch Tristan und Isolde ihn musikalisch vollziehen. Welch grandiose Mischung noch heute: Richard Wagner unter Marihuana. Für eine Reise nach Italien fehlten ihnen damals Zeit und Geld. Aber so bald wie möglich wollten sie den Spuren der beiden durch Italien folgen, das schworen sie sich jede Nacht aufs Neue, wenn sie ihre Decke zusammenrollten und die Räder zurück in ihre Studentenbude schoben.

Ihre Liebe reichte nicht bis Italien. Heute leben beide in derselben Stadt, haben sich eingerichtet und treffen dann und wann zusammen, bei Freunden, zu Vorträgen, im Theater. Der Schmerz der Trennung steht längst nicht mehr zwischen ihnen.

Das Lächeln auf Jules Lippen weitet sich aus und wird zum Plan. Bei nächster Gelegenheit wird sie ihm das Buch zeigen. Sie freut sich schon jetzt auf sein Echo.

„Den Schinken gibt es noch?“ Jule muss ihm das Buch förmlich aufzwingen. Er dreht es von rechts nach links, setzt das Daumenkino an. Und da, zwischen zwei Seiten, tief im Buch versteckt, lacht sie ein Geldschein an. 50 DM. „Die erste Rate für unseren Italientrip.“ Sie glauben es beide nicht. „Die hast du nicht längst ausgegeben?“ Carl reicht ihr das Geld und behält das Buch. „Finderlohn!“

Ute Maibaum


Alles neu macht der Mai!

An dieser Stelle erscheinen in unregelmäßigen Abständen Texte, welche über die Volkshochschule informieren, Kurse bewerben, kleine Alltagssituationen aufgreifen oder einfach nur zum Lesen (und Schmunzeln) anregen sollen. Wir hoffen auf diese Weise natürlich, dass Sie unsere Homepage regelmäßig besuchen und dabei vielleicht auch den einen oder anderen Kurs für sich entdecken. Aber auch wenn Sie keine Volkshochschulkurse buchen, freuen wir uns, wenn Sie hier sind und Spaß haben am Lesen der Texte.

Ab Mai bieten wir Teilnehmerinnen und Teilnehmern und Freundinnen und Freunden der Volkshochschule die Gelegenheit, eigene kleine Texte an dieser Stelle zu veröffentlichen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Sie senden Ihren Text an folgende E-Mail-Adresse:

kersten.prasuhn@vhs-cl.de

Es gibt natürlich keine Garantie dafür, dass Ihr Text auch tatsächlich erscheint. Die Auswahl erfolgt ganz subjektiv vom Team VHS. Was Ihren Text ausmachen sollte: Nicht länger als max. 2.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) und irgendeine Botschaft, eine Idee, irgendetwas, was Leserinnen und Leser anregen kann. Ihr Name wird drunter stehen und vielleicht erfreuen Sie dann wiederum andere mit Ihrem Text. Es gibt kein Honorar, nur die Freude, sich gedruckt zu sehen. Die Texte stehen etwa 14 Tage auf der Homepage und sind dann im Archiv auf der Homepage weiterhin verfügbar. Alle Rechte für etwaige weitere Veröffentlichungen verbleiben selbstverständlich bei Ihnen.

Ab dem 15. Mai können Sie sich an dieser Stelle auf einen Text von Ute Maibaum freuen, die Teilnehmerin unserer Schreibwerkstatt ist.


Möwen

Sonntag an der Ostsee. Zwei Lachmöwen attackieren im Wechsel eine größere Möwe, welche am Strand entlang stolziert. Sie stürzen sich aus der Luft laut schreiend auf den Gegner, zischen nur wenige Zentimeter knapp über ihren Kopf.

„Worum geht es?“ frage ich meine Frau, „Verteidigung der Brut?“

„Eher um Pommes“, sagt meine Frau. Sie deutet auf ein Pärchen, was nur wenige Meter von uns entfernt eine Portion Pommes Frites verzehrt.

Der Luftkampf dauert an. Kostet bestimmt viel Energie, denke ich. Wieder und wieder gehen die Lachmöwen in den Sturzflug. Die deutlich größere Silbermöwe verteidigt sich vom Boden aus.

Nach einiger Zeit wirft der männliche Teil des Pärchens einige Fritten in Richtung Möwenrudel. Zwei schnappen sich die Lachmöwen, eins bekommt die Silbermöwe ab. Natürlich sollte man keine Möwen füttern. In diesem Fall war das aber eine wohlverdiente Gage für die Show.


Ostern – ganz unterschiedlich

Ostern – ganz unterschiedlich

Ostern ist das Fest meiner Kindheit: Luftig wie ein Frühlingssonnenstrahl, wie der Wind über den Blumenbeeten. Der Ostersonntag kam und er verhieß einfach eine gute Zeit.

In vielen christlichen Gemeinden symbolisiert Ostern die Auferstehung von Jesus Christus. Dieses Ereignis wird als der Höhepunkt des christlichen Glaubens angesehen und ist für viele Gläubige ein Grund zur Freude und Dankbarkeit.

Ostern ist auch ein Frühlingsfest, das mit dem Erwachen der Natur und der Wiederkehr des Lichts verbunden ist. Bräuche, wie das Färben von Eiern oder das Aufstellen von Osterhasen wurden im Laufe der Zeit in das christliche Fest integriert.

Für viele Menschen ist Ostern eine Zeit der Besinnung und des Nachdenkens über das Leben und die Liebe. Es ist eine Gelegenheit, um innezuhalten, zu reflektieren und sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen.

Andere wiederum stellen das Auto in den Mittelpunkt ihres Osterfestes. Nach dem „Car-Freitag“ zelebrieren die Menschen den Reifenwechsel.

Ganz schön vielfältig! Egal, wie und warum Sie feiern: Frohes Osterfest wünscht Ihre VHS!


Die Ersten

Natürlich weiß ich, dass der Winter irgendwann zu Ende geht. Und der Frühling kommt, die Natur aus ihrer Starre erweckt, die Vögel wieder lauter zwitschern lässt. Ich weiß das auch schon im Dezember.

Trotzdem: Wenn ich die ersten Winterlinge, Schneeglöckchen oder Krokusse sehe, ist es jedes Mal so, als könnte ich gar nicht glauben, dass es soweit ist. Endlich! Auch wenn wir uns mit Heizungen und Fernreisen die Kälte des Winters einigermaßen vom Leibe halten können, gibt es dieses unschlagbare Gefühl der ersten Sonnenstrahlen, die Ende Februar wieder wärmen.

Die Sonne vermag nicht, das Leid der Welt zu heilen und physikalisch betrachtet ist sie auch nur eine Art Kernreaktor. Alles egal. Die ersten Frühlingsblumen sind ein Gedicht an das Licht der Natur.

Die Blumen kommen übrigens gleichzeitig mit dem Beginn unseres Frühjahrssemesters hier in der VHS. Genießen Sie doch einfach beides!


Neues Jahr 2023

Ein Glück, wir haben ein neues Jahr. Das alte war hinterher auch ganz schön verbraucht. Hätte bestimmt nicht mehr lange gehalten. Insofern fühlt es sich gut an, jetzt im Januar mit einem neuen Jahr beginnen zu können. Je nachdem wie alt wir sind, schauen wir vielleicht ungläubig auf den Kalender und denken: 2023. Das ist ja mal eine Ansage.

Wir alle befinden uns auf einer Reise durch die Zeit. Wir können nicht anhalten, wenn es uns irgendwo gut gefällt. Wir können noch nicht einmal die Geschwindigkeit unserer Reise verändern. Auch wenn uns das vielleicht manchmal so vorkommt.

Falls Sie Lust haben, einen Teil des neuen Jahres mit Bildung zu verbringen: Wir sind auch im Jahr 2023 gerne für Sie da!


Prost. Auf den Weltfrieden…

…habe ich früher öfter getrunken. Ganz ernsthaft. Im festen Bewusstsein, diese Welt zu einem besseren Ort machen zu können. Ich dachte, wenn wir uns zusammentun, dann können wir alles erreichen.

Mit den Jahren minimierte sich diese Annahme – bei mir zumindest. Der Toast auf den Weltfrieden wurde eher zu einer ironischen Fußnote. Ganz nett, aber eben unrealistisch.

Vielleicht ist es Zeit, das Glas oder die Tasse wieder ernsthaft zu erheben. Wenn wir uns zusammentun, wenn alle mitmachen... Nicht nur zur Weihnachtszeit. Das Foto zeigt ein Geschenk, welches die VHS von einem Kurs mit Geflüchteten aus der Ukraine erhalten hat.

Ein frohes Fest 2022 und einen guten, sicheren Weg ins Jahr 2023

 

Es grüßt sehr herzlich im Namen des Teams der VHS Calenberger Land

Kersten Prasuhn


Das Rudel

Die Tiere standen ganz ruhig am Rande des Weges. Ein Hirsch – nicht übermäßig groß und 2 oder 3 Gefährtinnen. Ein Rudel. Als sie meiner ansichtig wurden, drehten sie sich um und verschwanden im Wald. Gar nicht mal besonders rasch, aber doch schneller als ich das Handy zücken, die Fotofunktion starten und ein Bild machen konnte. Kurze Zeit später war ich dann soweit und das ist das Resultat:

Falls Sie sich für die Abbildung des Hirschrudels interessieren, ist das natürlich in unseren digitalen Zeiten kein Problem. Legen Sie einfach Ihren Finger auf den Bildschirm und verschieben Sie das Foto um ca. 2 Sekunden nach rechts. Jetzt sollten Sie folgerichtig den Moment erblicken, welcher da war, bevor die Aufnahme entstanden ist.

Großartig, was heutzutage alles geht. Falls das bei Ihnen nicht funktioniert hat, haben Sie vielleicht den falschen Browser. Oder Ihre Firewall lässt die Vorvergangenheit nicht zu. Irgendwas ist ja immer. Den einen oder anderen digitalen Trick zeigen wir Ihnen gern in unseren Kursen im Programmbereich „EDV und neue Medien – Digitales“. Klicken Sie doch mal vorbei.


No fun, No love, No vember.

Dieser Spruch hing früher in meinem Zimmer. Er gibt ganz gut die Verfassung wieder, in die der Monat mich versetzt hat. Das Wetter war trübe, die Stimmung mau und auch das Kennenlernen von Menschen erschien mir schwieriger als im Mai. (Online gab es noch nicht…)

So war das, als ich jung war. Jetzt - mit 60 - habe ich für solche düsteren Gedanken keine Zeit mehr. Zu wertvoll erscheint mir jeder Tag. Auch ist das Wetter heute besser als in meiner Erinnerung. Menschen habe ich in meinem Leben genug kennengelernt. Wenn noch ein paar dazukommen, ist es gut, wenn nicht – auch gut. Ich kann mich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Am Wochenende zum Beispiel laufe ich durch Blätter, dass es laut raschelt. Unter der Woche rascheln wir hier in der VHS mit den Anmeldebögen für unsere Kurse. Machen Sie mit!

Super, dieser November!


Auf der Kippe

„Er nahm einen letzten, tiefen Lungenzug und schnippte die Zigarette dann lässig ins Gebüsch“. Dieser Satz bietet eine gute Gelegenheit für das beliebte Spiel: Finde den Fehler.

Mir fallen auf Anhieb drei auf: Lungenzüge sind - genau wie das Rauchen im Allgemeinen – gesundheitsschädlich und taugen nicht als Verhaltensmuster. Lässig ist es schon mal überhaupt nicht, eine Kippe irgendwo hinzuschnippen. Und im Gebüsch oder auf dem Boden sind die Überreste der Glimmstängel einfach unangenehm. Soweit so bekannt. Wenn wir uns aber auf dem Boden einmal umsehen, entdecken wir allenthalben die Überreste der Nikotinbomber. Und – je genauer wir hinschauen - desto mehr werden es. Das ist tatsächlich so. Rund um die Sitzbänke unserer Geschäftsstelle in Barsinghausen zum Beispiel scheinen sich die Kippen nach jeder Pause, jedem Abend, jeder Nutzung durch Menschen zu vermehren.

Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie belehrend und vielleicht haben wir im Moment auch wirklich genug andere Probleme. Trotzdem: Wenn Sie rauchen, lassen Sie uns den ersten Satz verändern. „Er nahm ein letztes Nikotinpflaster und steckte es lässig in den Aschenbecher, der gegenüber bereitstand“. Oder so ähnlich.


Heiß

Klimawandel. Ich weiß seit vielen Jahren, dass es ihn gibt. Und dass er im Gegensatz zum Wechsel der Eis- und Warmzeiten früherer Jahrtausende menschengemacht ist. Aber ich habe noch vor wenigen Jahren angenommen: So richtig erlebe ich das nicht mehr. Ganz ohne Häme. Ich habe es einfach als Tatsache gesehen. So, wie ich irgendwann überlegte, wie viele Festspiele in Oberammergau ich noch mitbekommen würde.

Nun aber ist er da. Mit voller Wucht. Städte und Kommunen überlegen sich, was zu tun sei, um 40 oder 50 Grad irgendwie ertragen zu können. Unsere VHS denkt über technische Möglichkeiten nach, die Server zu kühlen und über organisatorische, das Team nicht zu überhitzen. Vermutlich haben wir den globalen Point of no Return längst verpasst. Aber auf lokaler Ebene – hier bei uns vor der Tür- da geht noch was. Immer. Die Furcht vor dem einen sollte uns nicht die Kraft für das andere nehmen.

Das inhaltliche Rüstzeug bieten wir gern in unseren Kursen beispielsweise zum Thema „Ökologie“.


Am Strand

Der erste Tag am Strand. Meine Frau und ich haben die Sonne genossen und den Sand unter unseren Füßen gespürt. Wer den Strand entlang schlendert, nimmt die unterschiedlichsten Gespräche wahr. Wir gehen nicht langsam genug, um einer Unterhaltung wirklich folgen zu können. Es sind Teile von Gesprächen, losgelöst aus dem Zusammenhang. Oft bestimmt die Art des Strandes den Inhalt. Am Surf-Strand zum Beispiel drehen sich die Sätze, welche wir aufschnappen, fast ausschließlich um diesen Sport. Welches Segel man benutzt oder wie die unterschiedlichen Kites zu handhaben sind. Am Hundestrand wird gebellt. Und darüber geredet: „Macht Ihrer das auch? Unsere ist ja so brav, aber…“

Am Strand ohne besondere Zuordnung sind die Gespräche weniger einheitlich. Oftmals stehen die Kinder im Mittelpunkt. Die genießen das und freuen sich auf ein weiteres Eis.

Aus den Strandabschnitten lässt sich die ganze Welt des Sommers zusammensetzen. Wärme, Bewegung, Glück und Spaß. Es geht nicht um Krieg, Krankheit, Trauer, Leid und Verzweiflung.

Schön, so ein Tag am Strand! Die Themen, welche wir hier in der VHS anbieten, sind nicht immer so federleicht. Aber wir begleiten Sie gerne mit einem Lächeln!


Hallo und guten Tag,

es ist Mai: Wie schön, dass Sie hier sind!

Meinen HNO-Arzt kenne ich aus einem Volkshochschulkurs. Nicht, dass ich ihn als Arzt ausgewählt habe, weil er in dem Spanisch Kurs besondere Leistungen gebracht hätte. Es war reiner Zufall. Im Kurs kennen gelernt, als Arzt wieder getroffen. Es ist jetzt auch nicht so, dass er mich anders behandeln würde, als andere Patienten. Glaube ich zumindest nicht. Obwohl ich nicht weiß, wie er die anderen behandelt. Jetzt mal von der fachlichen Kompetenz abgesehen. Vielleicht ist er zu denen ja ganz eklig. Zu mir ist er jedenfalls nett. Sehr zugewandt.

Volkshochschule, das ist der Ort, wo Teilnehmende etwas lernen. Aber es ist eben auch der Ort, wo Menschen sich begegnen. Manchmal trifft man sich irgendwann wieder. Und teilt eine gute Erinnerung.

Viel Spaß und viel Erfolg in Ihrer Volkshochschule


Hallo und guten Tag,

wie schön, dass Sie hier sind!

Ostern ist vorbei. Schule hat wieder begonnen. Wir sehnen uns nach jeder Form von Normalität. Was für eine Zeit! Es sind die kleinen Dinge, die uns helfen, große Probleme zu überstehen und das Leben zu genießen. Der erste Grillabend mit Freunden vielleicht. Der Geschmack von frischem Spargel. Sonnenstrahlen im Frühling. Winterschuhe und -reifen, die nach hinten geräumt werden. Bunte Farben in den Straßen. Und Ihr VHS – Kurs, der beginnt.

Wir möchten, dass Sie in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis genießen. Deshalb empfehlen wir in allen Gebäuden der Volkshochschule Calenberger Land das Tagen einer Ffp2-Maske. Diese kann im Unterricht am Platz abgenommen werden. Diese Regelung gilt unabhängig von der Teilnehmenden-Anzahl im Kurs. Hat jemand in Ihrem Haushalt Corona? Oder ist sonstwie ansteckend krank? Dann bleiben Sie bitte zu Hause. Regelmäßiges Testen gibt Sicherheit.

Viel Spaß und viel Erfolg in Ihrer Volkshochschule


Zu Ostern

Ostern ist das Fest meiner Kindheit: Luftig wie ein Frühlingssonnenstrahl, wie der Wind, der über die Blumenbeete strich. Ostern passierte einfach. Es musste nicht groß vorbereitet werden. Ein bisschen schon, ja… aber kein Vergleich zu Weihnachten. Der Ostersonntag war ganz gewiss und er verhieß einfach eine gute Zeit.

Meine Erinnerung kennt aber auch ein ganz anderes Ostern: Vor rund 50 Jahren weckte meine Mutter mich am ersten Tag der Osterferien und informierte mich, dass ihr Bruder bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sei. Mein Onkel: Gerade 21 Jahre alt. Ein Typ, der sich genauso mit uns Kindern beschäftigen, wie er meinem neunmalklugen Vater in Gesprächen Paroli bieten konnte. Unsere Familie hat sich nie ganz von diesem Verlust erholt.

Ein Onkel. Ein Leben. Ein Verlust, der eine Familie für eine Generation zeichnet. Und immer wieder die Frage: Warum? Warum denn bloß?

Das Leid vieler ist dort am greifbarsten, wo es um das Leben der Einzelnen geht. 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht sind eine Zahl. Der Tod des Menschen, den ich liebe, ist das Ende meiner Welt.

Genießen Sie Ihr Osterfest mit allen Sinnen. Lassen Sie uns jeden Sonnenstrahl und jedes Osterei gemeinsam wertschätzen. Wenn wir stark und glücklich sind, können wir anderen ein bisschen Stärke und Glück abgeben. Nicht nur zu Ostern.


Ist Corona vorbei?

Viele der Corona - Schutzregeln haben in Niedersachsen am 3. April ihre Gültigkeit verloren. Die Volkshochschule Calenberger Land möchte, dass Sie in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis genießen.

Das bedeutet:

  • Wir empfehlen dringend, in den Gängen und in den Unterrichtsräumen (bis zum Erreichen des Platzes) eine Maske zu tragen.
  • Wir empfehlen die Umsetzung der 3G Regel. Kontrollieren werden wir dies nicht.
  • Hat jemand in Ihrem Haushalt Corona? Oder ist sonstwie ansteckend krank? Dann bleiben Sie bitte zu Hause.

Diese drei Regeln schützen Sie und uns.

Viel Spaß und viel Erfolg in Ihrer Volkshochschule


Bis zum 02. April

Bis zum 02. April ändert sich für uns bezüglich unserer Corona-Maßnahmen und Vorschriften nichts. Wir möchten, dass Sie in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis genießen.

Dazu gibt es drei grundsätzliche Regeln:

Masken auf

In allen Gebäuden der Volkshochschule Calenberger Land gilt die Pflicht zum Tragen einer Ffp2-Maske. Diese kann im Unterricht am Platz abgenommen werden. Diese Regelung gilt unabhängig von der Teilnehmenden-Anzahl im Kurs.

Zu Hause bleiben

Hat jemand in Ihrem Haushalt Corona? Oder ist sonstwie ansteckend krank? Dann bleiben Sie bitte zu Hause.

3 G-Regel

Die 3 G-Regel gilt in den Kursen und am Arbeitsplatz. Alle Teilnehmenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Kollegium, DozentInnen usw. sind entweder geimpft, genesen oder getestet

Viel Spaß und viel Erfolg in Ihrer Volkshochschule


Neues Jahr in Sicht!

Das Jahr hat ja so seine Routinen. Mitten im vorweihnachtlichen Stress deutet sich schon ein wenig die Ruhe an, die ab Heiligabend einkehrt. Wir freuen uns auf das Jahr 2022 und auf die vielen schönen und lichten Momente, die es bereithalten wird. Aber auch die Probleme werden sich Silvester Schlag 12 nicht einfach auflösen.

In den Sport-, Koch- und Bewegungskursen des Fachbereiches Gesundheit gilt die 2G plus-Regelung. Die Teilnehmenden (und Dozierenden) müssen also genesen bzw. geimpft sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis beibringen, welches nicht älter als 24 Stunden sein darf. Alternativ dazu gilt nach den neuesten Verordnungen der Niedersächsischen Landesregierung auch eine sogenannte Booster Impfung.

Sie sind

  • zweimal geimpft und haben eine zusätzliche Booster-Impfung bekommen? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr
  • einmal mit dem Vakzin von Johnson geimpft und haben eine zusätzliche Booster-Impfung? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr
  • genesen und anschließend zweimal geimpft? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr

Wir freuen uns auf Sie! Bitte beachten Sie: Die Volkshochschule Calenberger Land organisiert sich grundsätzlich nach dem „3G-Modell“: Das Team der VHS, Dozentinnen und Dozenten und Teilnehmende sind entweder geimpft, genesen oder getestet. Diese Regel gilt in allen Räumen und in allen Kursen der Volkshochschule. Wenn Sie also nicht genesen, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test ausgerüstet sind, können Sie nicht an Kursen teilnehmen!

Wir bemühen uns, Ihnen zu ermöglichen, in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis zu genießen. Alle weiteren Hygieneregeln (ffp2-Maskenpflicht im gesamten Gebäude bis zum Erreichen des Platzes, Abstand, Hygiene und Lüften) gelten insofern natürlich weiter und sind in unserem jeweils aktualisierten Hygienekonzept auf der Homepage nachzulesen.

Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. 

Frohes Fest und einen guten Start im neuen Jahr


NEU: Testpflicht entfällt direkt nach Booster-Impfung

In den Sport-, Koch- und Bewegungskursen des Fachbereiches Gesundheit gilt ab dem 01.12. (mit dem Erreichen der Warnstufe 2) die 2G plus-Regelung. Die Teilnehmenden (und Dozierenden) müssen also genesen bzw. geimpft sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis beibringen, welches nicht älter als 24 Stunden sein darf. Alternativ dazu gilt nach den neuesten Verordnungen der Niedersächsischen Landesregierung auch eine sogenannte Booster Impfung.

Sie sind

  • zweimal geimpft und haben eine zusätzliche Booster-Impfung bekommen? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr
  • einmal mit dem Vakzin von Johnson geimpft und haben eine zusätzliche Booster-Impfung? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr
  • genesen und anschließend zweimal geimpft? Dann benötigen Sie kein negatives Testergebnis mehr

Wir freuen uns auf Sie! Bitte beachten Sie: Die Volkshochschule Calenberger Land organisiert sich grundsätzlich nach dem „3G-Modell“: Das Team der VHS, Dozentinnen und Dozenten und Teilnehmende sind entweder geimpft, genesen oder getestet. Diese Regel gilt in allen Räumen und in allen Kursen der Volkshochschule. Wenn Sie also nicht genesen, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test ausgerüstet sind, können Sie nicht an Kursen teilnehmen!

Wir bemühen uns, Ihnen zu ermöglichen, in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis zu genießen. Alle weiteren Hygieneregeln (ffp2-Maskenpflicht im gesamten Gebäude bis zum Erreichen des Platzes, Abstand, Hygiene und Lüften) gelten insofern natürlich weiter und sind in unserem jeweils aktualisierten Hygienekonzept auf der Homepage nachzulesen.

Wir sehen uns. In Ihrer VHS!

Infos und Updates wie immer: Hier auf der Homepage. Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.


Zwei G plus bis drei G

Wir freuen uns auf Sie! Bitte beachten Sie: Die Volkshochschule Calenberger Land organisiert sich grundsätzlich nach dem „3G-Modell“: Das Team der VHS, Dozentinnen und Dozenten und Teilnehmende sind entweder geimpft, genesen oder getestet. Diese Regel gilt in allen Räumen und in allen Kursen der Volkshochschule. Wenn Sie also nicht genesen, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test ausgerüstet sind, können Sie nicht an Kursen teilnehmen!

In den Sport-, Koch- und Bewegungskursen des Fachbereiches Gesundheit gilt ab dem 01.12. (mit dem Erreichen der Warnstufe 2) die 2G plus-Regelung. Die Teilnehmenden (und Dozierenden) müssen also genesen bzw. geimpft sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis beibringen, welches nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das alles macht keinen Spaß! Aber es bringt ein bisschen mehr Sicherheit. Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, diese Regeln umzusetzen. Wenn Sie organisatorische Probleme damit haben, melden Sie sich bei uns. Wir finden eine Lösung.

Wir bemühen uns, Ihnen zu ermöglichen, in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis zu genießen. Alle weiteren Hygieneregeln (ffp2-Maskenpflicht im gesamten Gebäude bis zum Erreichen des Platzes, Abstand, Hygiene und Lüften) gelten insofern natürlich weiter und sind in unserem jeweils aktualisierten Hygienekonzept auf der Homepage nachzulesen.

Wir sehen uns. In Ihrer VHS!

Infos und Updates wie immer: Hier auf der Homepage. Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. 


Zwei bis drei G

Zunächst einmal: Wir freuen uns, wenn Sie sich angemeldet haben. Oder sich für unsere Kurse interessieren. Bitte beachten Sie: Die Volkshochschule Calenberger Land organisiert sich grundsätzlich nach dem „3G-Modell“: Das Team der VHS, Dozentinnen und Dozenten und Teilnehmende sind entweder geimpft, genesen oder getestet. Diese Regel gilt in allen Räumen und in allen Kursen der Volkshochschule. Wenn Sie also nicht genesen, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test ausgerüstet sind, können Sie am Kurs nicht teilnehmen! In den Sport-, Koch- und Bewegungskursen des Fachbereiches Gesundheit gilt seit dem 12.11. die 2G-Regelung. Wenn Sie also nicht genesen oder geimpft sind, können Sie an diesen Kursen nicht teilnehmen

Wir bemühen uns, Ihnen zu ermöglichen, in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis zu genießen: Alle weiteren Hygieneregeln (Maskenpflicht im gesamten Gebäude bis zum Erreichen des Platzes, Abstand, Hygiene und Lüften) gelten insofern natürlich weiter und sind in unserem jeweils aktualisierten Hygienekonzept auf der Homepage nachzulesen.

Wir sehen uns. In Ihrer VHS!

Infos und Updates wie immer: Hier auf der Homepage. Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. 


1 Stunde…

…haben wir die Uhren am vergangenen Wochenende zurückgestellt. Damit hätten wir also wieder die Winter-Zeit. Am ersten Arbeitstag im November sind viele schon früh auf den Beinen. Wir sind noch in der Gewöhnungsphase. Die meisten Uhren stellen sich inzwischen automatisch um. Für mich persönlich ist es etwas nervig, dass ich mich in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3 Uhr wecken lassen muss, um die wenigen mechanischen Uhren, welche ich noch besitze, um die entsprechende Stunde zu verstellen.

Auch unsere Kurse beginnen pünktlich nach den Herbstferien wieder.

Wir freuen uns, wenn Sie sich angemeldet haben. Bitte beachten Sie: Die Volkshochschule Calenberger Land organisiert sich nach dem „3G-Modell“: Das Team der VHS, Dozentinnen und Dozenten und Teilnehmende sind entweder geimpft, genesen oder getestet. Diese Regel gilt in allen Räumen und in allen Kursen der Volkshochschule. Sinn und Ziel dieses Vorgehens ist, Ihnen einen möglichst umfassenden Schutz vor Corona zu bieten und Ihnen so zu ermöglichen, in einer sicheren Lernumgebung ein positives Bildungserlebnis zu genießen. Wenn Sie also nicht genesen, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test ausgerüstet sind, können Sie am Kurs nicht teilnehmen!

Alle weiteren Hygieneregeln (Maskenpflicht im gesamten Gebäude bis zum Erreichen des Platzes, Abstand, Hygiene und Lüften) gelten darüber hinaus natürlich weiter und sind in unserem jeweils aktualisierten Hygienekonzept auf der Homepage nachzulesen.

Wir sehen uns. In Ihrer VHS!

Infos und Updates wie immer: Hier auf der Homepage. Wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.


Ihre VHS informiert:

Wir tun, was wir können, was wir dürfen – und was wir verantworten können!

Am 02. November beginnt eine Reihe von Einschränkungen, welche das Leben verändern und für uns alle nicht einfach zu schultern sind. Die Volkshochschulen sind von den gesetzlichen Einschränkungen nicht betroffen.

Das bedeutet, wir halten Abstand, tragen außerhalb des direkten Unterrichts Mund- und Nasenbedeckung und beachten die Hygienevorschriften. Genauso, wie es in unserem Hygienekonzept, welches im Laufe der Zeit immer angepasst wurde, niedergelegt ist. Wir glauben, dass wir mit diesem Konzept bisher ganz gut durch den Alltag der Pandemie gekommen sind und hoffen sehr, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Unser Dank gilt allen Dozentinnen und Dozenten und Ihnen, allen Teilnehmenden, die Sie dieses Konzept umsetzen.

Wir sind von der Wirksamkeit der Maßnahmen im Ablauf der Volkshochschularbeit überzeugt und auch die neuen und bedrohlich wirkenden Fallzahlen verändern daran nichts. Es gibt bislang auch keine Untersuchung, die etwa aussagt, dass ein geregelter Volkshochschulablauf in irgendeiner Weise signifikant risikoreich wäre – solange man sich eben an die Regeln hält.

Trotz alledem haben wir uns entschlossen, alle Praxiskurse der Ernährungs- und Gesundheitsbildung für 4 Wochen zu unterbrechen. Dazu gehören auch Yoga, Feldenkrais, Tai-Chi, etc.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis!

Die Termine werden – wenn irgend möglich – angehängt. Für alle anderen Fachbereiche gilt: Wir möchten die Kurse weiterführen. Der Programmbereichsleitungen stehen Ihnen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Ihre Geschäftsstelle ist für sie da. Und natürlich können Sie sich mit Fragen, Anmerkungen, mit Sorgen oder Wünschen auch an die Geschäftsführung Ihrer Volkshochschule Calenberger Land wenden.

Jede noch so schwierige Situation hat immer auch freundliche Momente. Und sei es die Hoffnung darauf, dass sich die Lage auch wieder verbessert.


Hallo liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,

das neue Programm der Volkshochschule Calenberger Land steht seit einigen Wochen online und ist jetzt auch in der Printversion erhältlich. Die Anmeldungen laufen. Wir freuen uns, wenn Sie Ihrer Volkshochschule die Treue halten! Wir haben uns trotz der Coronasituation entschlossen, ein Vollprogramm drucken zu lassen und durchzuführen. Das ist nicht ohne Risiko. Einige der Angaben stehen unter Vorbehalt. Raumgrößen müssen den Coronabedingungen angepasst werden und gegebenenfalls müssen wir Ausweichquartiere organisieren. Durch die Abstandsregeln können in einem Unterrichtsraum deutlich weniger Menschen miteinander lernen, als dies vor Corona der Fall war. Wir hoffen, dass wir alle Termine halten können. Und wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir eine bestmögliche Umsetzung der notwendigen Hygienevoraussetzungen organisieren können.

Sollten Sie im Laufe der nächsten Zeit unzufrieden sein oder den Eindruck haben, Ihre Volkshochschule müsste an der einen oder anderen Stelle nachsteuern: Bitte informieren Sie uns. Auch neue Ideen für Ihre Volkshochschule sind immer herzlich willkommen.

Ansonsten: Unser Programm ist ein bunter Strauß an Angeboten. Es sind viele bunte Blüten dabei. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht und dass Sie dabei sind!


Die höfliche Straße

Knappe 600 Meter zieht sich in Barsinghausen die Hans-Böckler-Straße von der Kreuzung Hannoversche Straße bis zum Gebäude der VHS, Langenäcker 38. Ich fahre diese Straße jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit. Die Straße hat es in sich. Denn sie ist – bedingt durch den Parkraum - schmal. So schmal, dass es in der Regel unmöglich ist, sie mit 2 PKW nebeneinander zu befahren.

Und nun kommt die Überraschung. Jeder (so gut wie jeder) Wagen hält, wartet, blendet kurz auf. Kein Hupen, kein: Ich war zuerst hier, kein: Ich habe sowieso die eingebaute Vorfahrt, leg gefälligst den Rückwärtsgang ein.

Ein freundliches Nicken begleitet die Aktion, manchmal kommt es sogar zu einem kurzen Winken. Das ist meine Erfahrung bisher, ehrlich!

Wie schön wäre es, wenn das auch in anderen Situationen klappen würde: Die nächste Auseinandersetzung, die nächste herbe Kritik, das nächste Problem. Einfach einen Schritt zur Seite treten, etwas abwarten, winken und aneinander vorbei gleiten.

Probieren Sie es ruhig aus: Hans-Böckler-Straße runter fahren bis zur Kreuzung Langenäcker, noch ein paar Meter weiter, dann links abbiegen, die steile Auffahrt hoch und Sie sind an der VHS. Wenn Sie schon mal da sind, können Sie gern auch einen Kurs buchen! Wir freuen uns auf Sie.

Das gilt natürlich auch für alle anderen Geschäftsstellen der VHS. Und die haben auch alle Zufahrtstraßen.


Mein Terminmanagement

An manchen Tagen jagt ein Termin den nächsten. Dazwischen Telefonate. Das kann ganz schön anstrengend sein. Zum Glück gibt es Zeitmanagementseminare. Da lernt man, strukturiert zu arbeiten, Prioritäten zu setzen, richtig zu adressieren und nicht einfach nur Listen abzuhaken. Schon mal toll. Ärgerlich ist es dann natürlich, wenn Termine sich verspäten oder gar nicht erscheinen oder das überaus wichtige Telefonat ins Leere klingelt. Neulich hatte ich eine telefonische Verabredung mit Frau S. aus der Behörde. Es ging um ein Anliegen, von dem ich befürchtete, sie würde es rundweg ablehnen. Kein angenehmer Telefontermin also. Sie war aber gar nicht am Platz. Ich habe es dreimal versucht. Erst beim vierten Male klappte es dann. Es meldete sich eine Herta Müller. Gleich schilderte ich meine Wünsche. Als sie versuchte, mir zu erklären, dass sie nicht in der Behörde arbeite, sondern Bewohnerin eines Altenheimes sei, ließ ich das nicht gelten. „Ich erwarte, dass das jetzt klappt“, beschied ich und wunderte mich selbst über die Festigkeit meiner Stimme.
Ich legte auf. Klasse. Ein gutes Gefühl! Mit so wenig Widerspruch seitens der Behörde hätte ich gar nicht gerechnet.
Einmal im Flow meines neuen Zeitmanagement-Ansatzes, beschloss ich, diesen auch auf persönliche Gespräche auszudehnen. Da war doch der Termin mit Frau M., wo es um das komplizierte Kooperationsprojekt gehen sollte. Es war zwar noch nicht soweit, aber mal gucken, ob sie schon da ist. Und richtig: Im Vorraum wartete jemand. Frau M. war um die 45 Jahre alt, hatte einen schwarzen Vollbart und füllte gerade irgendwelche Papiere aus. Ich zog die Person in mein Büro und erklärte kurz und bündig, welches meine Interessen bei der Kooperation waren. Zuerst keimte leichter Widerstand auf, der vielleicht auch darin begründet lag, dass Frau M. mich nicht richtig verstehen konnte, da sie nur gebrochen Deutsch sprach. Kein Problem. Geduldig erklärte ich alles noch einmal. Schließlich zuckte die Person mit dem schwarzen Vollbart die Schultern. Nach diesem positiven Feedback tranken wir noch einen Kaffee zusammen und alles war bestens. Geht doch.
Eine Kollegin streckt den Kopf zur Tür herein und sagt, Frau M. sei jetzt da. „Pustekuchen“, antworte ich und deute auf den Vollbart, der neben mir sitzt: „Mit Frau M. habe ich schon alles geregelt.“
Wer Zeitmanagement wirklich beherrscht, kann seine Termine einfach erfolgreicher gestalten!

Echtes Zeitmanagement lernen Sie an der VHS Calenberger Land. In Wennigsen im BGH Bredenbeck, am 05.06. und 06.06.2020, jeweils von 18.00 – 21.15. Uhr,

Kursnummer 201-22561W


Guter Vorsatz

Neulich mit meinem Bruder über gute Vorsätze im Januar gesprochen. „Ich hatte mir vorgenommen, ein bisschen abzunehmen und regelmäßig schwimmen zu gehen“, sagte ich, „hat nicht geklappt.“ Er antwortete: „Ich wollte mehr auf meine Gesundheit achten: Gesünder kochen. Hab ich nicht hinbekommen.“ Eine Zeitlang fuhren wir fort, uns darin zu überbieten, welche Vorsätze wir nicht umgesetzt hatten. „Darum nehme ich mir für 2020 auch gar nichts vor“, erklärte er schließlich. „Überhaupt nichts?“ erkundigte ich mich, „nicht vielleicht ein bisschen mehr Sport?“ Er zuckte die Schultern: „Das führt dann in einem Jahr dazu, dass ich dir erzählen kann, was alles nicht geklappt hat.“ „Aber wenn du dir gar nichts vornimmst, klappt ja auch nicht wirklich mehr“, entgegnete ich. „Ich komme mir dann aber nicht so willensschwach vor“, sagte er, „möglicherweise mache ich einfach irgendetwas, aber ich nehme es mir nicht vor. Zumindest erzähle ich dir nicht, was ich mir vielleicht doch vorgenommen habe!“

Menschen sind kompliziert. Ganz einfach zu erreichen ist hingegen unser neues Programm. Liegt überall aus. Oder Sie laden es sich herunter. Ihre Volkshochschule Calenberger Land hat viele Kurse zum Thema Gesundheit im Angebot. Ab Seite 111 in unserem neuen Programm. Oder einfach online unter „Gesundheit“.


Der Hirsch

Gestern habe ich einen Fotodruck auf Leinwand erworben. Ich konnte mich dem Motiv einfach nicht entziehen. Es handelt sich um einen Hirsch. Hätte man mich in meiner Jugend nach einem Symbol absoluter Spießigkeit gefragt, ich würde ohne zu zögern geantwortet haben: „Röhrender Hirsch!“. Im Wohnzimmer meiner Großmutter war der Hirsch beheimatet und jetzt zieht er bei mir ein. Mein Hirsch schaut den Betrachter ruhig an und steht mitten im Wald. Er wirkt entspannt und souverän. Ist es das, was mich hat zugreifen lassen? Wald – entspannt und souverän? Ich stelle mir bange Fragen: Wie konnte es soweit kommen? Welche Ursuppe ist da hochgeschwappt und hat mich ausgerechnet zu diesem Bild greifen lassen? Was ist eigentlich mit meinem Kunstverständnis los? Ich habe Glück. Im Programm der VHS Calenberger Land findet sich tatsächlich ein Kurs, der mir weiterhelfen könnte. Zeitreise Kunst: Über Deutschland, Kunst und Politik, Barsinghausen, 23./24.07.2020, Kursnummer 32003B.

Vielleicht sehen wir uns dann ja.


Dein Haar im neuen Jahr

Das neue Jahr hat begonnen. Meine Frau steht im Flur, einen Spiegel in der rechten Hand, eine Bürste in der Linken. Sie hat den markant prüfenden Blick, den ich ansonsten eher kenne, wenn ich vergesse, den Müll mit runter zu nehmen.

„Alle klar?“ frage ich

„Was soll ich bloß mit meinen Haaren machen?“ vertraut sie sich mir an.

Tja, gute Frage. Ich zähle zunächst einmal auf, was man mit Haaren überhaupt anstellen kann: Waschen, kämmen, legen, kürzen, färben, tönen, schneiden, föhnen, abrasieren. Nicht zu vergessen: Schütteln, locken, wellen. Das ist die analytische Seite meiner Persönlichkeit. Ein Brainstorming als solide Basis einer Problemlösungsstrategie.

„Sonst noch Fragen?“ erkundige ich mich.

„Blödmann!“ antwortet sie.

Beziehungen zwischen Menschen bleiben auch in 2020 schwierig.

Zu Verbesserung dieser Beziehungen empfiehlt ihre VHS Calenberger Land den Kurs „Systemische Fragen“ in Bredenbeck/Wennigsen. Mit Christoph Teschner: Di., 16.06.20, 17:00 - 21:30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Bredenbeck, Wennigser Str. 15, Gebühr: 37,50 €


Keine Auflagen!

Nach §10 des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes müssen alle anerkannten Einrichtungen der Erwachsenenbildung zertifiziert werden.

Die Rezertifizierung nach LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung) ist für die VHS Calenberger Land erfolgreich abgeschlossen. Unter der Federführung der Qualitätsbeauftragten und stellvertr. Geschäftsführerin Nadja Heinrichs wurde der neue Selbstreport erstellt und anschließend durch die Firma con!flex Qualitätstestierung begutachtet. Eine Visitation und ein Workshop rundeten das Ganze ab. Der Gutachter Horst Quante fand lobende Worte: Die VHS Calenberger Land arbeite durchweg auf hohem Niveau. Deshalb erteilte er keine Auflagen für das Testat!


Der Zauberer

Zauberer haben es heutzutage nicht leicht. Viele ihrer Tricks sind im Internet in Zeitlupe zu besichtigen und die Freude des Publikums, Kunststücke zu enttarnen, scheint fast größer, als sich von ihnen verzaubern zu lassen. Kinder sind bekanntermaßen ein äußerst kritisches Publikum. Das machte die Sache für unseren Zauberkünstler, der zwei Stunden im Rahmen der Aktion „Stadtzauber“ zu füllen trachtete, nicht eben einfacher.

Die Show begann mit einigen Seilen, welche auf wundersame Weise Knoten bekamen, bzw. sich dieser wieder entledigten. Dann wurden sie zerschnitten und blieben doch ganz. Es war nicht gerade so, dass uns der Atem stockte, aber doch sehr ansehnlich. In der ersten Reihe, ganz vorne, saßen vier etwa zehnjährige Knaben, die von Beginn an auf eine Art fröhlichen Krawall gebürstet schienen. Sie kommentierten praktisch jede Bewegung des Zauberkünstlers, erklärten, den einen oder anderen Trick bereits auf YouTube gesehen zu haben und stellten lauthals Vermutungen über den Fortgang der Show an: „Haha, gleich macht er das so…“. Auch mit Kritik hielten sie sich nicht zurück.

In der nächsten Nummer stand eine Zeitung im Mittelpunkt, welche zerschnitten wurde, sich wieder zusammenfügte, schließlich lief sogar Wasser heraus. Wieder das gleiche Spiel: Der größte Teil des Publikums zugeneigt bis fasziniert und unsere Zehnjährigen um keinen Kommentar verlegen. Schließlich unterbrach der Zauberer, schaute Hilfe suchend ins Publikum und erkundigte sich, ob denn die Eltern der Kinder anwesend seien. Das Auditorium war bunt gemischt. Eltern, Kinder, Onkels Nichten und Neffen füllten die Reihen. Ausgerechnet die Eltern dieser Jungen aber hatten sich ihrer Kinder zumindest für die Dauer der Zaubershow entledigt und befanden sich nicht unter den Zuschauenden. Der Zauberkünstler zuckte unmerklich die Schultern und fuhr dann mit seiner Darbietung fort.

Es folgte die Abteilung Kartentricks und Gedankenspiele, die eine gewisse Konzentration auch auf Seiten des Publikums erforderte. Das war mit der Vierergang absolut nicht zu machen. Schließlich unterbrach der Zauberer seine Show ein zweites Mal, diesmal aber sprach er nicht die Zuschauer im Allgemeinen an. Er verließ ganz langsam die Bühne, näherte sich der ersten Reihe und beugte sich zu den Jungs hinab. Dann sagte er etwas zu ihnen, es war aber zu leise, als dass es irgendjemand anders hätte verstehen können, obwohl es im Saal mucksmäuschenstill geworden war. Der Zauberer lächelte, nickte und kehrte auf die Bühne zurück. Er fuhr in seiner Darbietung fort.

Die Vier saßen kerzengerade und höchst aufmerksam in der ersten Reihe. Sie sagten die ganze verbliebene Zeit über kein einziges Wort mehr. Dabei wirkten sie aber überhaupt nicht eingeschüchtert oder ängstlich, sondern gelöst und einfach interessiert. Am Ende der Show klatschten sie von allen am lautesten. Für mich persönlich war der Zauberspruch, den der Meister den Jungs zugeraunt hatte, eindeutig der Höhepunkt dieses Abends. So mancher Lehrer wäre bestimmt dankbar für die Formel. Sie wäre ein Hit in der Erwachsenenbildung. Und auch in meinem Bekanntenkreis wüsste ich einige Gelegenheiten, sie anzubringen.


Dylen 5

Manchmal darf ich irgendwo einen Vortrag halten. Das ist schön, denn es bedeutet Abwechslung und in der Regel interessante Begegnungen. Nicht, dass es mir in der Volkshochschule daran fehlen würde, aber – woanders ist auch mal nett. Ich nehme Sie heute mit in ein fabelhaftes Tagungshaus. Die Modernität von Glas, Holz und Stahl. Mein Thema: Innovation in der Bildungsarbeit. Ich wurde konfrontiert mit Dylen 5.

Was ist das denn, Dylen 5, werden Sie jetzt fragen. Ich war genauso ratlos wie Sie. Zur Eingrenzung der Örtlichkeit: Wir befinden uns am Handwaschbecken. Darüber hängt ein pfeilförmiges Gerät, dessen Spitze auf den Davorstehenden gerichtet ist. Kein Wasserhahn, keine Seife, kein Handtuch. Rechts am Pfeil prangt ein Signet mit besagtem Namen im Schriftzug: Dylen 5 – cleaning all in one. Sensorgesteuert. Die Betreiber des fabelhaften Tagungshauses hatten die nächste Stufe der sanitären Innovation gezündet. So oder so ähnlich stelle ich mir die Waschmöglichkeiten an Bord einer Raumstation vor. Nur fehlt mir die dazugehörige Ausbildung an der Akademie der Sternenflotte.

Schließlich entdeckte ich doch noch einen analogen Spender an der Wand. Ich lupfte also etwas Gel aus dem Gerät, um dann festzustellen, dass ich Handcreme statt der Seife erwischt hatte. Meine andere Hand gelangte in die Nähe des Pfeiles. Ein Eierbecher voll Wasser nebst Reinigungsflüssigkeit ergoss sich – motiviert durch den Sensor - auf meine Finger. Und dann schoss mir Dylen 5 einen geballten Strahl heißer Luft entgegen und verteilte Creme, Seife und Wasser auf meinem Sakko. Das Gerät hatte den Trockenvorgang eröffnet.

Noch 5 Minuten bis zum Beginn meines Vortrages. Ich beschloss spontan, meine ersten Sätze zu verändern, denn ich war schwer beeindruckt: Seife, Wasser, heiße Luft. Alles auf einen Streich und aus einer Quelle. Manche Entwicklungen sind so rasant, so zielorientiert und innovativ, dass man sich wünscht, sie wären bei der Hälfte stehen geblieben.


Der Luchs

Meine Frau und ich sind im Besitz einer Jahreskarte des Wisent-Geheges in Springe. Am Sonntag hatten wir es auf 9:00 Uhr geschafft, waren also zur Öffnung des Parks vor Ort. Ich bilde mir immer ein, dass Tiere, die in Tierparks gehalten werden, am Anfang der Öffnungszeiten mehr Lust auf Besucher haben als am Ende eines Tages. Ein bisschen fühle ich mich wie eine Abwechslung für die Tiere, aber vielleicht überschätze ich mich da auch. Wir näherten uns dem Luchsgehege. Luchse sind Meister der Tarnung und in freier Wildbahn so gut wie unsichtbar. Selbstverständlich macht man sich Gedanken darüber, ob ein Tier, welches in Freiheit bis zu 200 km² Revier für sich beansprucht, in einem Gehege überhaupt gut aufgehoben ist, aber – ganz ehrlich – die Lust an der Beobachtung überwog. An diesem Tag gab der Luchs eine Galavorstellung. Er näherte sich uns bis auf Zentimeter, saß seelenruhig direkt in unserem Blickfeld und missachtete uns dabei, wie nur Katzen das können. Schließlich aber wandte er sich uns zu. Er gab knurrende Geräusche von sich, die meine Frau erwiderte – sie hat ein gewisses Talent für Tierstimmen. Es entwickelte sich so etwas wie ein Gespräch zwischen den beiden. Der Wunsch, mit der Hand durch sein Fell zu fahren, war fast übermächtig. Zum Glück trennte uns eine Glasscheibe. Wir waren ganz nah dran. Nah zu sein, bedeutet uns etwas und zeichnet Situationen aus, die wir als beeindruckend empfinden. Die Reise, die uns das Gefühl gibt, ein Land wirklich kennen zu lernen. Der Termin bei einem Menschen, der sich plötzlich öffnet und uns damit einen Einblick gewährt, den wir so nicht erwartet hätten. Die Zeit mit jemandem, der uns unverstellt begegnet, authentisch ist. Ich glaube, das ist auch das Geheimnis eines guten Volkshochschulkurses. Wenn etwas passiert, was uns alle schließlich weiterbringt.

Meine Gedanken sind – während ich dies schreibe - immer noch bei dem Luchs. Für einen kurzen Augenblick war er ganz bei uns. Dann wandte er sich wieder ab und wichtigeren Dingen zu: Die nächste Mahlzeit vielleicht, die Kühle des Morgens, die Vielzahl von Gerüchen und Geräuschen, die er viel besser wahrnehmen kann als wir. Ein magischer Moment. Danke, Luchs!


Gripfen

Was bisher geschah: In der letzten Geschichte hatte ich Ihnen erzählt, welche Verwirrung die Begrifflichkeit Grieshappen ausgelöst hat, die ich für das Backwerkstück Haferkrüstchen zu nutzen pflegte. Nun könnte diese Geschichte aber so ausgelegt werden, dass man sich nie wieder neue Worte ausdenken sollte. Und wie arm wäre unsere Sprache dann. Es gäbe gar keine Weiterentwicklung mehr. Internet und Automobil würden mir fehlen. An dieser Stelle breche ich einfach eine Lanze für sprachliche Innovation. Wo da der Sinn bleibt, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Stellen Sie sich bitte vor, es gäbe eine universelle Begrifflichkeit, die man immer nutzen könnte. Jetzt gar nichts Hochgestochenes, wie die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Ganzen (42), sondern eher etwas Alltägliches (wann, wo, wieso und wer), nennen wir es einmal: Gripfen.

„Wann treffen wir uns?“

„Gripfen“

„Ach, na klar, Gripfen, hätte ich mir ja denken können und wo genau?

„Gripfen“

„Logisch. Gripfen. Wo sonst. Und bringst du Gripfen mit?"

„Gripfen“

„Wunderbar ich auch, also, Gripfen…“

„Gripfen“

„Sag mal – noch was, wenn du Gripfen triffst, sag ihm doch auch gleich mal Gripfen“

„Gripfen!“

Prima Sache. Und nach kurzer Zeit würde mein PC Gripfen auch nicht mehr als unbekannten Begriff identifizieren. Sowas spricht sich rum! Blödsinn, meinen Sie? Ein Wort, was alles erklärt, könne es gar nicht geben? Googeln Sie doch mal „Google“…


Grieshappen

Einer der örtlichen Bäcker bietet eine Brötchenspezialität an, die als Haferkrüstchen im Sortiment firmiert. Mag ich ganz gerne. Und wenn ich erstmal etwas gerne mag, dann möchte ich es auch regelmäßig. Ich habe es aber umbenannt. Ich nenne es Grieshappen. Kann ich mir irgendwie besser merken und klingt lustiger. Ist natürlich Blödsinn so eine Produktnamensänderung, weiß ich. Ich bin der Einzige, der den neuen Namen nutzt. Grieshappen fällt als Verständigungsmöglichkeit schon mal aus. Weil: Kennt keiner. Wenn ich aber erstmal mit etwas Blödsinnigem begonnen habe, bin ich ziemlich hartnäckig.

In der Regel stellt mein Spezialbegriff kein Problem dar, weil meine Frau ihn übersetzt. Ich sage: „Zwei Grieshappen bitte“ und sie ordert zwei Haferkrüstchen. Klappt eigentlich immer. Manchmal flüstere ich ihr „Grieshappen“ zu und sie bittet die Bäckereifachverkäuferin dann ganz normal um Haferkrüstchen, manchmal trompete ich „Grieshappen“ heraus und sie lächelt: „Wir nehmen Haferkrüstchen“. Die Verkäuferin schert das nicht. Sie ist ganz andere Sachen gewohnt.

Alles gut. Irgendwann hatte ich den Namen „Haferkrüstchen“ vergessen. Für mich sind es Grieshappen. Und auf die Übersetzung meiner Frau höre ich nicht mehr. Das ist nicht das einzige worauf ich nicht höre. Ignorieren fällt mir im Allgemeinen ziemlich leicht. Schwierig wurde es erst, als meine Frau für drei Wochen zur Kur abgereist war und ich dann vor der ratlosen Verkäuferin stand.

„Grieshappen?“ fragte sie höflich nach.

„Es sind die da“, ich zeigte auf die Ware in der Auslage. Sie packte sie mir in die Tüte.

„Zwei Haferkrüstchen“, beschied sie und ich bezahlte.

Mit lustigen Bezeichnungen ist das so eine Sache. Peter Bichsel hat eine Kurzgeschichte darüber geschrieben. Und davor gewarnt, dass das einsam machen kann. Irgendwann versteht einen keiner mehr. Wenn man nicht nur Brötchen, sondern auch andere Dinge umbenannt hat. In der VHS versuchen wir, mit präzisen Begriffen und passenden Worten zu arbeiten. Unsere Dozentinnen und Dozenten bringen uns im Spanischkurs nicht irgendwelche Worte bei, sondern die, die in Spanien auch für die entsprechenden Sachen benutzt werden. Im Deutschkurs verhält es sich genauso. Und in der politischen Bildung versuchen wir, zu gemeinsamen Definitionen zu kommen.

Beim nächsten Mal bestellte ich Haferkrüstchen. Ich hatte mir das Wort aufgeschrieben. Sie schmecken lecker. Nicht ganz so gut wie früher die Grieshappen aber schon lecker…


Schöne Bilder

Seit dem 02.09.2019 lädt die Geschäftsstelle der Volkshochschule in Barsinghausen mit einer Ausstellung der Künstlerin Kristina Henze zum Schauen und Verweilen ein. Wir alle freuen uns, dass die Bilder dazu beitragen, eine entspannte, harmonische Atmosphäre in diesen Räumen zu schaffen. Die Künstlerin hat anlässlich der Ausstellungseröffnung ein paar Gedanken zu ihrem pädagogisch-künstlerischen Konzept geäußert, die wir an dieser Stelle gerne dokumentieren möchten und die vielleicht Lust auf den nächsten Malkurs machen:

„Auf den kommenden Malkurs freue ich mich. Ich fand es immer schön und belebend, etwas von meinen Vorstellungen weiterzugeben, dabei die speziellen Fähigkeiten in jedem aufzuspüren und die jeweilige Besonderheit der Begabung zu unterstützen. Bei den Teilnehmenden hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung stattgefunden. Viele setzen auch zu Hause fort, was angeboten wird, umkreisen das Thema und finden neue Wege und Möglichkeiten der Darstellung.

Ich meine, eine bestimmte Eingrenzung der Aufgaben an Anfang ist hilfreicher, als alles offen zu lassen. So kommt es zu stärkeren, eigenständigeren und freieren Bildlösungen. Die Frage, wie soll ich denn eigentlich anfangen, stellt sich dann nicht so dringend. Verunsicherungen ergeben sich später immer noch, was ja auch nicht ausbleiben darf, wenn nicht nur „aus dem Bauch heraus“ gemalt werden soll, wie so gerne gesagt wird.

Eine große Hilfe und Ermutigung sind dann die Kommentare untereinander. Das Entstehen eines Bildes mitzuerleben, ist für mich eine große Freude.

Eine Überraschung ist es schließlich für uns alle, zu entdecken, wie verschiedenartig die Bilder ausgefallen sind. Picasso hat dazu gesagt: Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, würde man nicht 300 Bilder über ein Objekt malen können.


Prosit!

Es war dieser eine Tag, an dem der Sommer zu Ende geht. Ein verrückter Tag. Ein Tag, den wir alle ganz genau erkennen. Ein Teil der Menschen trägt noch bauchfreie Shirts und ein anderer Teil hat sich bereits in den Übergangsmantel gehüllt. Wir merken: Es ist soweit. Noch einmal Sonne satt und den Sommer heraufbeschwören, bevor er in der Erinnerung verklingt. Ich saß am Nachmittag in einem gut gefüllten Biergarten und betrachtete frohgemut die Menschen um mich herum. Uns alle schien das Gefühl für diesen besonderen Tag zu einen, und die Sonne strahlte mit den Gesichtern um die Wette. Vor mir stand ein halber Liter frisch gezapftes, kühles Bier mit einer herrlichen Schaumkrone. Einige Wassertropfen perlten am Glas hinunter, das Behältnis war leicht beschlagen. Ich war ziemlich auf das Getränk fokussiert, den älteren Herrn, der sich meinem Tisch näherte, hatte ich nicht im Blick. So lange nicht, bis er direkt neben mir stand. Er streckte die Hand nach meinem Bier aus, ergriff das Glas und setzte es mit kühnem Schwung an. Perplex beobachtete ich, wie er den halben Liter leerte. Sein Adamsapfel bewegte sich dabei kaum, es ging alles sehr schnell. Anschließend stellte er das Glas wieder ab, strich sich durch seinen weißen Bart und atmete hörbar aus: Ahhhh.

„Das habe ich jetzt gebraucht“, erklärte er, „das war richtig gut!“

Ich blickte ihn fassungslos an. Er zwinkerte mir zu.

„War bloß Spaß“, sagte er und legte eine 5-Euro-Note neben das leere Glas. Ich zögerte einen Moment.

„Gestatten Sie mir, Sie einzuladen“ erwiderte ich dann und schob die Banknote in seine Richtung zurück. Nun war es an ihm, überrascht zu schauen.

„Da sind Sie der erste“, sagte er. Ich deutete eine Verbeugung an.

„Tatsächlich…“ fuhr er fort, „ich habe sogar schon einmal in Erwägung gezogen, einen Selbstverteidigungskurs bei der Volkshochschule zu belegen, denn es reagieren bei weitem nicht alle so entspannt wie Sie.“

„Gute Idee“, sagte ich.

„Was?“ fragte er.

„Einen Volkshochschulkurs zu belegen“, erwiderte ich. Er wechselte das Thema.

„Möchten Sie noch etwas bestellen?“ erkundigte er sich. Ich schüttelte den Kopf.

„Mehr als ein Glas vertrage ich in der Sonne nicht“, sagte ich.

„Aber Sie hatten doch noch gar keines“, gab er zu bedenken.

„Ich fühle mich aber schon so“, sagte ich. Er zuckte bedauernd die Schultern. Ich wollte das Gespräch nicht beenden, ohne eine bestimmte Information von ihm erhalten zu haben:

„Machen Sie das öfter?“

„Nur an ganz besonderen Tagen“, sagte er. Und heute war dieser eine Tag, an dem der Sommer zu Ende geht.


Sie können ruhig Jude sagen!

Vor über 15 Jahren habe ich als Dozent der Volkshochschule Studienreisen und Bildungsurlaube durchgeführt. Eines meiner erfolgreichsten Themengebiete war „Jüdisches Leben in Berlin“. Das war ein großartiges Format. Ich bin mit interessierten Menschen nach Berlin gefahren, wir haben sehr unterschiedliche Institutionen aufgesucht, waren mit vielen Leuten im Gespräch, bewegten uns zwischen Betroffenheit und Klezmer Musik und konnten uns nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern haben die lebendige, heutige, deutsche, jüdische Kultur in Berlin kennengelernt.

An ein Erlebnis erinnere ich mich noch sehr gut: Wir waren in der Redaktion der „Jüdischen Allgemeinen“ zu Gast und hatten unser Interesse an den „Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens“ ausgedrückt. Daraufhin antwortete mir der Chefredakteur: „Sie dürfen ruhig Jude sagen. Wir haben mit dieser Bezeichnung kein Problem, das ist es, was wir sind -wenn Sie damit also kein Problem haben …“

Ich versicherte natürlich, dass ich damit kein Problem hätte, und dann horchte ich tief in mich hinein, so wie ich jetzt tief in mich hineinhorche und ich stellte damals und stelle heute fest: Ich habe absolut kein Problem. Dabei gibt es viele Dinge, mit denen ich Probleme habe. Aber was diesen Punkt anbelangt. Juden. Jüdische Mitbürger. Da bin ich meiner ganz sicher. Ich finde die jüdische Religion sympathisch. Weil sie nicht missioniert. Ich will gar nicht behaupten, dass ich viel darüber weiß – und machen Sitten kommen mir auch eher eigenartig vor - trotz der Bildungsurlaube, die ich damals moderiert habe. Aber dass ich keinerlei Probleme damit habe, was und wer jemand religiös ist, solange er oder sie andere sein lässt, was sie sein wollen, dessen bin ich mir ganz gewiss. Verflixt noch mal. Darum ist es mir so absolut unbegreiflich, welche Suppe in manchen Leuten hoch zu kochen scheint, wenn es speziell um diese Religion, um dieses Glaubensbekenntnis, wenn es um Juden geht. Ich verstehe es einfach nicht.

Ich besitze eine Kippah (das ist die runde Kopfbedeckung, die jüdische Männer tragen können), die ich mir gekauft habe, um sie in der Synagoge, welche wir damals besucht haben, aufzusetzen. Ich setze sie heute symbolisch der gesamten Volkshochschule auf. Ich hoffe, dass niemand ein Problem damit hat. Schalom! 


03. Oktober – MiT Miteinander in Toleranz

Einmal in der Woche tauschen wir uns in der pädagogischen Konferenz der VHS Calenberger Land über Inhalte und Themen der letzten Zeit aus: Was so los war. Was für uns von Bedeutung ist. Eine wichtige Begegnung in der letzten Woche für mich: Das Treffen MiT - Miteinander in Toleranz, unseres Projektes, welches sich mit der Beratung von Migrantinnen und Migranten befasst.

Wir treffen uns beim Frühstück. Am Samstagmorgen. Da haben alle Zeit.

Die Mentor/innen, also die Projektbeteiligten, haben größtenteils selbst einen Migrationshintergrund und arbeiten ehrenamtlich. Sie beraten Geflüchtete zumeist in deren Muttersprache und erklären ihnen erste Schritte und wichtige Wege. Amtskontakte, Alltagsprobleme und Werte und Normen unseres Landes – einfach alles worauf es hier ankommt. Grundsätzlich richtet sich das Projekt an alle Migrantinnen und Migranten in der Altersspanne von 14 bis unter 27 Jahren und deren Familien um den Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern. Susanne Keck, die Koordinatorin des Projektes, stellt die Vielseitigkeit des Programms als eine entscheidende Stärke dar. Finanziert wird das Ganze von der Region Hannover. Die Akteure des Projektes sind in Deutschland angekommen, das macht sie aus. Sie kennen aber auch die andere Seite, die ich nur ansatzweise zu erahnen vermag. Eine Mentorin erzählt von ihrer eigenen Geschichte, von ihrem Vater, der daran zerbrochen ist, dass seine Kenntnisse und seine Fähigkeiten in Deutschland nicht mehr gefragt waren. Ich muss bei ihrem Bericht an meine persönlichen Kenntnisse denken und wieviel sie wohl in einer fremden Kultur wert wären…

Die Mentor/innen können Hilfestellung leisten, sie dienen aber auch als „Rolemodel“, als Beispiele, was man erreichen kann, wenn man sich auf das Zielland Deutschland einzulassen imstande ist.

Ich erfahre von den Kindern der Mentorinnen. Ein Mädchen hat gerade eine Klasse übersprungen. Nicht weil sie die Tochter einer Migrantin ist, sondern weil sie es kann. Eigene Häuser, Start-ups, gute Jobs, Studienplätze… alles das kann funktionieren. Und genau das wird als Botschaft an die Neuankömmlinge transportiert: Es geht was, wenn du mitmachst.

Ich finde, das ist ein gutes Motto für den 03. Oktober, unseren Feiertag!

Ich bin beeindruckt. Vom Engagement, der freundlichen und entspannten Atmosphäre. Von den vielen Geschichten und den Perspektiven, die ich in zwei Stunden erfahre. Und von dem unglaublich leckeren Kürbisgebäck!


Lassen Sie uns über Politik reden!

Mit mehr oder weniger prominenten Zeitgenossen ist das so eine Sache. Während sie via TV in meinem Wohnzimmer präsent sind, ich sie sehe und höre und sie ein bisschen zu kennen glaube, nehmen sie mich ihrerseits natürlich nicht wahr. Für mich gilt das in Bezug auf den Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke, der ab und an in Nachrichtensendungen das (parteipolitische) Geschehen kommentiert und einordnet.

Als ich ihn jetzt auf der Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Volkshochschulen in Hannover angesprochen habe, war ich mir der Einseitigkeit unserer bisherigen Kommunikation wohl bewusst. Er behandelte mich entspannt und zugewandt, ganz so, also ob auch ich manchmal in seinem Wohnzimmer zu Gast wäre.

In seinem Vortrag mahnte er die Notwendigkeit der politischen Auseinandersetzung an. In einer Zeit, in der er die Grundlagen und den Grundkonsens unseres Landes von der Umwelt bis zur Politik infrage gestellt sieht. Und darüber muss man reden:

„Heute braucht es die Volkshochschule als Diskussionsraum und Ort der Demokratie… denn alle anderen Organisationen – ob Parteien, Vereine oder Stiftungen – sind Vereinigungen von Gleichgesinnten“. VHS ist unparteiisch und damit ein idealer Ort für Diskurs und Begegnung von Menschen außerhalb ihrer Echokammern und Filterblasen.

Die VHS Calenberger Land tut das in vielfältiger Weise. Explizit in unseren Kursen der politischen Bildung (Mensch und Gesellschaft, im Programm ab Seite 14) und implizit in vielen anderen Formaten. Wenn wir in Sprachkursen Zeitungsartikel aus anderen Ländern in der Landessprache lesen ist das – auch – politische Bildung und politischer Diskurs. Integrationskurse sind – auch – politische Bildung und hoffentlich politischer Diskurs.

Es ist ein weites Feld. Und natürlich könnten wir noch mehr tun!

„Es wächst zusammen“, so beendete Albrecht von Lucke seinen Vortrag, „es wächst zusammen, was zusammen streitet!“

Also: Kommen Sie zu uns und lassen Sie uns über Politik reden!


Ein Wolf

„Guck mal, ein Wolf“, sagt meine Frau.

Wir befinden uns auf dem Vorplatz der Volkshochschule, ich habe ihr gerade meinen neuen Arbeitsplatz gezeigt.

„Wo?“ erkundige ich mich.

„Da vorne“, antwortet sie

Tatsächlich streicht dort ein durch und durch graues Tier ohne Halsband an den Büschen entlang, knappe 5 Meter entfernt. Selbst wenn es kein Wolf ist, sondern ein Hund – schon eigenartig, so ein Tier ohne Aufsicht.

Eine sportliche Mittdreißigerin nähert sich dem Wolf und spricht ihn an.

„Komm jetzt“, sagt sie. Sie wirkt ganz entspannt. Vielleicht war sie gerade beim Yoga.

Der Wolf ignoriert sie. Sie zuckt die Schultern, berührt das Tier und geleitet es langsam in unsere Richtung. Ich erkenne, dass es sich um einen ziemlich alten Hund handelt – darum auch die graue Färbung.

„Sieht aus wie ein Wolf“, sage ich.

Sie lacht: „Ja, und verliert leicht die Orientierung!“

Der Wolf steht jetzt direkt vor mir, scheint mich aber nicht zu erkennen. Ich strecke meine Hand aus. Das Tier leckt mir über den Handrücken.

„Und gleich einen Schmatzer“, sagt die Frau.

„Hat wohl schon einige Jahre auf dem Buckel“, vermute ich.

„Ein Welpe ist sie nicht mehr“, erwidert die Frau.

Sie geleitet den Hund zu ihrem Auto. Öffnet die Heckklappe. Hilflos steht das Tier davor. Die Frau hebt sanft die Hinterläufe an und bugsiert den Hund auf die Ladefläche. Er schaut noch mal raus, sie gibt ihm eine Streicheleinheit, dann schließt sie die Klappe vorsichtig. All das geschieht ganz selbstverständlich und trotzdem mit zärtlicher Anmutung. Der Wagen startet und entfernt sich.

„Toll“, sagt meine Frau.

„Was denn?“ frage ich

„Dass man im Alter so unterstützt wird!“

Wenn man nicht mehr gehen kann. Wenn man müde ist. Wenn man den Weg nicht mehr findet. Wenn man nicht mehr ein- oder aufsteigen kann. Wenn man Hilfe braucht.

„Sie hat das Tier richtig gern“, sagt meine Frau

Ich nicke.

„Hoffentlich hat uns auch mal jemand so gern“, sagt meine Frau.


Stufen: Reloaded

Wir haben eine VHS Cloud am Start, begleiten Kurse digital und unser Qualitätszirkel Digitalisierung ist auch überregional gefragt. Die Volkshochschule Calenberger Land verschläft die Zukunft der Erwachsenenbildung jedenfalls nicht. Probieren Sie es gerne aus!

Da will auch ich natürlich nicht zurückstehen. Word verfügt über eine Funktion, sich Texte oder Textteile vorlesen zu lassen. Überraschenderweise gelang es mir nach einigen wenigen Versuchen, dies auf meinem PC einzurichten: Datei – Optionen – Menüband anpassen – alle Befehle - Sprechen – hinzufügen – Fertig. So kann ich mir also Texte, die in einem Wordprogramm stehen, vorlesen lassen. Vorzugsweise nutze ich die Funktion, um Antragstexte, Sachberichte oder ähnliches noch einmal zu überprüfen, denn Hören ist anders als Lesen. Die Stimme, welche Word einsetzt, ist eine computergenerierte Frauenstimme, die Texte gut hinbekommt. Auch die Betonung sitzt einigermaßen. Manchmal möchte ich eingreifen, aber das Programm pflegt eine one-way-Kommunikation.

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob das Ganze unter „künstliche Intelligenz“ läuft, also etwa selbstständig durch die zu installierenden Downloads für Windows Office Programme dazulernt.

Neulich aber geschah nun folgendes: Ich hatte in einen Text eine Gedichtzeile von Hermann Hesse eingearbeitet. Eine Zeile aus dem Gedicht „Stufen“:

„Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Pause. Laange Pause. Dann sagte die Computerstimme unvermittelt: „Das ist aber wirklich schön.“

Ich fuhr aus meinem Bürostuhl hoch, starrte auf den Bildschirm, suchte nach Worten, aber der Monitor war schwarz.

Das Programm hatte Hesse kommentiert.

Unfassbar. Wieder und wieder habe ich seitdem die Zeilen kopiert und mir vorlesen lassen. In den unterschiedlichsten Sprachen. Es ist der vergebliche Versuch, etwas Unmögliches zu wiederholen. Jedes Mal liest die Stimme gleich langsam, betont, ernsthaft und enthält sich eines jeden Kommentars.

Auch die Hilfsfunktion von Word schweigt sich aus. Gleich morgen konsultiere ich unseren Administrator. Mal sehen, was der dazu sagt.